Entwicklungsziel 2: Demografie

Handlungsziel 2.1: Sicherung der Mobilität durch Verbesserung bestehender und Unterstützung alternativer Mobilitätsangebote

Mobilitätskonzept Landkreis Haßberge

Mobilität ist Voraussetzung für fast alle Aktivitäten im Landkreis Haßberge und damit Grundvoraussetzung für die positive Entwicklung der Region und die Zufriedenheit von deren Einwohnern.  Vor diesem Hintergrund ist es Anliegen des Landkreises ein durchgängiges und für alle zugängliches Mobilitätssystem im Landkreis zu schaffen unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte.


Mitfahrbänke für die Gemeinde Knetzgau

Foto: Bettina Fritzler (LRA)

Durch Mitfahrbänke soll die Mobilität innerhalb der Gemeinde Knetzgau und zur Kreisstadt Haßfurt hin verbessert werden. Der bestehende, oft unzureichende öffentliche Linienverkehr wird durch diese neue, alternative Mobilitätsform ergänzt. Grundvoraussetzung für das Projekt ist Bürgerengagement, durch das die Sozialstruktur vor Ort weiter gestärkt wird. 


Mitfahrbänke-Gemeinschaftsprojekt

Das vorliegende Projekt orientiert sich an der Grundidee des Pilotprojektes „Mitfahrbänke für die Gemeinde Knetzgau". Auf dem Gebiet der Allianzen Main & Haßberge, Hofheimer Land und Lebensregion+ werden Mitfahrbänke und Richtungsanzeiger aufgestellt. Sie bieten BürgerInnen die Möglichkeit einen Fahrtwunsch anzuzeigen. Vorbei fahrende Autofahrer können die Wartenden zum gewünschten Ziel mitnehmen. Mitfahrbänke sollen dazu beitragen, Lücken im öffentlichen Verkehrsangebot zu schließen.


Handlungsziel 2.2: Unterstützung von Aktivitäten zur Erreichung barrierefreier Strukturen


Handlungsziel 2.3: Schaffung und Sicherung von dezentralen Gesundheits-, Versorgungs- und Freizeitangeboten

Bewegungspark an der Dreiberg-Schule

In den öffentlichen Parkanlagen der Dreiberg-Schule wird ein Bewegungspark für Jung und Alt geschaffen. BürgerInnen können sich dort bewegen, trainieren und fit halten. Den Bewohnern der angrenzenden Senioreneinrichtung dient der Park für Übungen zur Erhaltung des Bewegungsapparates, zur Sturzprophylaxe und zum Balancetraining. Darüber hinaus kann die Anlage für den Schulsport genutzt werden. Geplant ist die  Errichtung von acht Geräten für unterschiedliche Trainingsbereiche.

Projektträger ist die Gemeinde Knetzgau, die das Projekt auf Anregung von Bürgern und Bürgerinnen aus der Gemeinde umsetzt. Kooperationspartner ist das AWO Seniorenzentrum in Knetzgau.

Zur Information der Öffentlichkeit entsteht ein Flyer und ein virtueller Rundgang über den Bewegungspark soll auf der Homepage der Gemeinde Knetzgau abrufbar sein. Im Bereich Sturzprophylaxe geschulte MitarbeiterInnen im Seniorenzentrum können ältere Menschen über diesen Themenbereich informieren und Trainingseinheiten anbieten.

Projektträger ist die Gemeinde Knetzgau.

Skate – und Bikeanlage

Nachdem während eines Knetzgauer Bürgerforums im Jahr 2017 eine Gruppe von engagierten Jugendlichen ihre Idee zu einem Skate- und Bikeparks bekannt gemacht hatten, soll dieser in nächster Zeit mittels LEADER-Förderung in die Realität umgesetzt werden. Genau gesagt soll in einem Gewerbegebiet in Knetzgau eine attraktive und professionelle Skate- und Bikeanlage entstehen, die sowohl für Skater, Inliner und BMX-Fahrer nutzbar ist.


Handlungsziel 2.4: Bürgerschaftliches Engagement und integrative Maßnahmen stärken

Gemeinsamkeit vollenden - Neue HaßbergeTracht

Die neue HaßbergTracht soll eine edle, tragbare, identische Kleidung sein, die auf historischen Vorlagen basiert.

Es wird bei einem gemeinsamen Treffen mit Bürgern und Designer festgelegt, was als augenfällige Merk-male für die HaßbergTracht als Beiwerk, z.B. besondere Borte oder besonderer Knopf, eingearbeitet werden. Auch muss von den Teilnehmerinnen festgelegt werden, welche Farbe, welcher Farbverlauf (Karo, Streifen) genommen werden. Diese Informationen dienen dem Designer dann als Grundlage für Schnittmuster und Entwurf. Die Teilnehmerinnen nähen dann als Multiplikatoren die Tracht selbst. Hierfür müssen Nähabende abgehalten werden. Gedacht ist an ca. zehn Zusammenkünfte. Nach Fertigstellung der Tracht wird eine Modenschau sein. Diese kann mit einer Ausstellung der alten Kleidungsstücke, die fotografiert wurden, sein. Abschließend wird das Ganze öffentlichkeitswirksam initiiert.


Kooperationsprojekt Einrichtung und pilothafter Betrieb der Fastnachtskademie

Der Fastnachtverband und seine Mitgliedsvereine, aber auch Vereine und Gruppierungen ohne Verbandszugehörigkeit,  sind  in  Franken  eine  breite  Basis  im  Bereich  Lebensqualität, (Dorf-) Gemeinschaft und regionale Identität. Insbesondere auch im ländlichen Raum sind sehr viele Bürgerinnen und Bürger in diesem Bereich ehrenamtlich engagiert. Vor allem in Zeiten des demographischen Wandels ist es wichtig, dass diese ehrenamtlichen Strukturen gestärkt werden. Das breit angelegte Kooperationsprojekt "Fastnachtakademie" unterstützt FastnachterInnen in ganz Franken bei der zukunftsträchtigen Weiterentwicklung ihrer (Vereins-)arbeit.


Unterstützung Bürgerengagement

Im Rahmen des Projektes "Unterstützung Bürgerengagement" können nicht wettbewerbsrelevante Maßnahmen lokaler Akteure unterstützt werden. Nach Aufrufen der LAG können Projektideen eingereicht werden, die in die Entwicklungsziele der lokalen Entwicklungsstrategie eingeordnet werden können. In den Regelungen der LAG Haßberge zur „Unterstützung Bürgerengagement“ ist festgelegt, wie die Fördermittelvergabe erfolgt.


Kommunalbrau- und Backhaus Rügheim

Im Rahmen der Städtebauförderung wurde das alte Kommunalbrau- und Backhaus in Rügheim saniert. Der Brauverein Hofheimer Land hat sich zum Ziel gesetzt das länger leerstehende Gebäude wieder als Brauhaus zu nutzen und die Dorfgemeinschaft um ein generationenübergreifendes Projekt zu bereichern. Mit Hilfe der LEADER-Förderung konnte eine neue Brauanlage in dem sanierten Gebäude installiert werden.


Haus auf dem Zeilberg - Ort der Begegnung und Inklusion

Der Biergarten auf dem Zeilberg, ein beliebtes Ziel für Ausflügler und Vereine, konnte mittels LEADER-Förderung aufgewertet werden. Die Besonderheit des Biergartens liegt darin, dass psychisch belastete Menschen hier die Möglichkeit eines Zuverdienstes durch das Ausüben einfacher Tätigkeiten erhalten und gleichzeitig mit den Gästen in Kontakt treten können. 


Soziale Dorfentwicklung Aidhausen

Die Gemeinde Aidhausen mit rund 1900 Einwohnern und sechs Orten liegt im östlichen Landkreis Haßberge. Zur Förderung des Gemeinschaftssinns soll auf Wunsch der Gemeinde eine Anlauf- und Koordinationsstelle für die Bürger entstanden. Die Laufzeit des Projektes, das durch LEADER-Mittel unterstützt wird, beträgt drei Jahre.