Am 17.05.2021 fand im Industriegebiet von Knetzgau der obligatorische Spatenstich für den Skate- und Bikepark statt. Der Gemeinde Knetzgau als Betreiber war es bei den Planungen wichtig, dass möglichst viele Altersgruppen mit Bikes, Rollern, Skate- und Longboards, sowie Rollerskates auf der neuen Anlage sinnvoll ihre Freizeit verbringen können. „Gerade die jungen Menschen können sich seit mehr als einem Jahr kaum ihrer Freizeit- und Sportaktivitäten widmen“, äußerte sich Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus. Er zeigte sich erfreut, dass es mit dem Bau der Skateranlage endlich losgehe. Die Fertigstellung der Anlage ist für den Beginn der Sommerferien geplant. „Das Interesse an der Planung dieser Anlage im Sommer 2019 mitzuwirken war bei den Jugendlichen aus dem gesamten Landkreis sehr hoch“, sagte Paulus. Jetzt schon lasse sich aus Sicht des Bürgermeisters abzeichnen, dass der geplante Skate- und Bikepark über die Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinaus als vorbildliche Jugend- und Kindereinrichtung angesehen werde. Der Knetzgauer Rathauschef dankte allen die an der Verwirklichung mitwirken, darunter die Firma Populär mit Bernd Fröhner, die Baufirma Dinkel, das Regionalmanagement, die Mitarbeiter Marco Depner, Martin Mantel und Thomas Zettelmeier, sowie den vielen jungen Menschen aus dem Landkreis Haßberge, die mit ihren Ideen die Grundlage für diese Einrichtung erarbeiteten.

Ideengeber Thomas Zettelmeier vom Knetzgauer Bündnis erinnerte an den Wunsch der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich im Oktober 2017 im Rahmen des Bürgerforums des Bündnisses für Familien und Senioren einen Skatepark wünschten. „Der Skate- und Bikepark wird ein wichtiger Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Haßberge, spricht durch den Pumptrack aber auch Familien an“, ist sich Zettelmeier sicher. Die Anlage wurde von Beginn an zusammen mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer geplant und von einem erfahrenen Planungsbüro umgesetzt. Der Skate- und Bikepark erstreckt sich über eine Fläche von knapp 1200 Quadratmetern und  ist auf drei Bereiche aufgeteilt. Der Streetpark, eine asphaltierte Fläche, ist aufgeteilt auf drei Ebenen. Hier sind verschiedene Hindernisse, sogenannte Obstacles integriert, um zu springen, sliden oder grinden. Eine Bowl, eine Art Schüssel, ist im Boden eingelassen und stellt die vielseitige Variante einer Halfpipe dar. Der Pumptrack ist ein asphaltierter Rundkurs mit verschiedenen Wellen. Durch „pumpen“ beim Abfahren der Wellen kann Geschwindigkeit aufgenommen werden. So kann der Rundkurs ohne „anstoßen oder anschubsen“ durchfahren werden. Theoretisch könnten den Pumptrack schon Kinder mit dem Laufrad nutzen. Die komplette Anlage kann mit Mountainbike, BMX-Rad, Scooter-Roller, Skateboard oder Inlineskates befahren werden und gestaltet sich deshalb auch sehr vielseitig.  Die Kosten für die Anlage belaufen sich auf 450 000 Euro, darin enthalten ist eine behindertengerechte Toilette. Die Förderung beträgt 200 000 Euro aus LEADER-Mitteln. LEADER ist ein Förderprogramm der  Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

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