Kelterei Warmuth – Fit in die Zukunft

Kelterei Warmuth – Fit in die Zukunft

Seit 12 Jahren betreibt Michael Warmuth, mit Unterstützung von Sohn und Enkelsohn, seine Obstkelterei in Gemeinfeld. Was als Hobby begann, hat sich schnell zu einem kleinen Gewerbe entwickelt.

Besonders ist an dieser Kelterei ist die persönliche Anwesenheit der Kunden beim Keltern. So wird jede Charge individuell zubereitet und zugewiesen. Das sichert Transparenz, hohe Qualität und Frische des Saftes. Für andere Kunden wird der Saft pasteurisiert und in Bag-in-Box (5–10 L) abgefüllt, wodurch eine lange Haltbarkeit und ein Getränk für das ganze Jahr gewährleistet wird. Der Betrieb ist biozertifiziert, unter anderem nach Demeter-Standard. Bisher werden vor allem Quitten, Birnen und Äpfel entsaftet. Im Jahr 2025 hat die einzige weitere Kelterei im Landkreis geschlossen, wodurch die Nachfrage seitens der Kundschaft, ihr Streuobst entsaften zu lassen, deutlich gestiegen ist. Um den gestiegenen Anforderungen an Qualität, Quantität und Hygiene gerecht zu werden und die Zukunftsfähigkeit zu sichern, ist eine Modernisierung der technischen Anlagen geplant.

Angeschafft werden sollen eine Wasch- und Mahlanlage, ein Durchlauferhitzer (Pasteurisierer) und Druckschaumgerät. Hierdurch wird der zukunftsfähige und nachhaltige Betrieb der Kelterei gewährleistet, da eine effiziente, energieoptimierte Verarbeitung von Obst und Gemüse ermöglicht wird. Die Neuanschaffungen erweitern die Produktpalette auf Karotten, Rote Beete und Aroniabeeren, sichern lebensmittelrechtliche Standards und erleichtern die Arbeit für die Betreiber.

Durch die modernen Geräte kann die Qualität des ohnehin schon hochwertigen Saftes weiter gesteigert werden, da der Fremdstoffeintrag deutlich reduziert wird. Die Kelterei bindet auch Kindergärten, Schulen und Projektgruppen ein, sodass Kinder und Jugendliche die Verarbeitung von Obst und Gemüse erleben können. Dadurch entstehen praxisnahe Lernmöglichkeiten zu Ernährung, Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung. Der Erhalt von Streuobstwiesen wird indirekt gefördert.

Die neuen Geräte wurden bereits beschafft und installiert, so dass die Saftproduktion pünktlich zur Herbstsaison 2026 aufgenommen werden konnte.

 

Ansprechpartnerin

Frau Veronika Jägler

09521/27-676

veronika.jaegler@hassberge.de

DIALOG.Region

DIALOG.Region

Das Projekt DIALOG.Region ist ein Kooperationsprojekt zwischen der LAG Haßberge, der LAG Spessart und der LAG Z.I.E.L Kitzingen unter Trägerschaft der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

In allen drei Regionen sind sogenannte Technologie-Transfer-Zentren (TTZ) angesiedelt, die den Transfer von Wissen und Technologie zwischen Hochschulen und Unternehmen fördern, um die Innovationsfähigkeit der Region zu stärken. Neben dem Aufbau technischer Infrastruktur und der projektbasierten Arbeit an konkreten technischen Vorhaben steht dabei auch die Gewinnung und Bindung von Fachkräften für die Region und die Stiftungsunternehmen im Vordergrund.

Um das Innovationspotenzial der Regionen voll auszuschöpfen, soll ein bisher wenig berücksichtigtes Element der TTZ gestärkt werden: die systematische Einbindung weiterer Akteure wie Bürger, Unternehmen außerhalb des Stifterkreises, Vereine und öffentliche Einrichtungen im ländlichen Raum. Ziel ist dabei, die regionale Gesellschaft durch unterschiedliche Beteiligungsformate zu befähigen und zu motivieren, ihr Innovations- und Gründungsvorhaben erfolgreich umzusetzen und langfristig eine Innovationsgemeinschaft zu bilden. Die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Region soll so langfristig gesteigert werden.

Hierfür werden an allen drei Technologie-Transfer-Zentren Projektmanagements installiert und über ein zentrales Netzwerkmanagement miteinander verbunden. In jedem TTZ wird ein sogenannter DIALOG.Raum als zentraler Ort der Begegnung eingerichtet. Durch Events und Netzwerktreffen soll der Wissensaustausch und die Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteuren gefördert werden.

Projektlaufzeit geplant: 01/2026-12/2028

 

Ansprechpartnerin

Frau Veronika Jägler

09521/27-676

veronika.jaegler@hassberge.de

Reaktivierung und Inwertsetzung der alten Mühle Rottenstein

Reaktivierung und Inwertsetzung der alten Mühle Rottenstein

Die denkmalgeschützte Wassermühle in Rottenstein von 1767 ist ein seltener Vertreter einer Hangmühle altdeutscher Bauart. Das LEADER-Projekt „Inwertsetzung und Reaktivierung der alten Mühle Rottenstein“ hat die Restaurierung des Mühlengebäudes, den Rückbau des modernen Anbaus sowie die funktionsfähige Wiederherstellung der Mahlmühle inklusive Ausstattung zum Ziel. Die Mühle soll öffentlich zugänglich sein und für Bildungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Dabei steht eine authentische Präsentation des Wohn- und Arbeitshauses der Müllerfamilie vor ca. 100 Jahren im Vordergrund.

Das denkmalgeschützte Mühlengebäude ist aufgrund jahrzehntelangem unterlassenen Bauunterhalt in einem schlechten Zustand. Der Anbau aus den 1970-Jahren verfälscht zudem die ursprüngliche Ansicht des Gesamtensembles aus der Zeit um 1900. Trotz allem ist dieser Vertreter einer seltenen Hangmühle altdeutscher Bauart überregional erhaltenswert. Die Einbettung in die alte und größtenteils erhalten gebliebene dörfliche Siedlungsstruktur des Ortes Rottenstein am Fuße der ehemaligen Feste Rottenstein (Gemeinde Aidhausen) zeigt das Gebäude in seiner seit Jahrhunderten fast unveränderten Umgebung.

Durch das Projekt wird wertvolle historische Bausubstanz erhalten und ein kulturelles Erbe bewahrt. Das Denkmal soll nach Beendigung der Sanierungs- und Reaktivierungsmaßnahmen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und einen lebendigen Blick in die Vergangenheit ermöglichen. An 365 Tagen im Jahr soll die Besichtigung von außen möglich sein. Darüber hinaus kann die Mühle nach Voranmeldung von innen besichtigt werden. Dieses Angebot können sowohl Einzelpersonen als auch Vereine, Gruppen und Schulen nutzen. Geplant sind weiterhin mehrere Aktionstage im Jahr, beispielsweise ein Schaubetrieb für Besucher. In Kooperation mit weiteren Akteuren kann das Mühlareal Bildungsstätte zum Thema Mahlen und Brotbacken sowie zum Thema Wasserversorgung (Hydraulischer Widder) werden. Auch die Einbindung in Wanderrouten ist geplant. Dargelegt werden die geplanten Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit in einem Betriebskonzept. Durch Letters of Intent bestätigen die beteiligten Akteure ihre Mitwirkungsbereitschaft.

 

Ansprechpartnerin

Frau Susanne Wolfrum-Horn

09521/27-701

susanne.wolfrum-horn@hassberge.de

Erlebnis-Kreuzweg Zeil am Main

Erlebnis-Kreuzweg Zeil am Main

Auf Wunsch der Zeiler Bürgerschaft entstanden um 1875 11 Kreuzwegstationen am Weg von der Zeiler Innenstadt hinauf zum Käppele, der Kirche auf Kapellenberg. Die 12. Station wurde bereits 1864 errichtet und befindet sich freistehend links neben der Bergkapelle. Die Stationen 13-15 wurden später an der Frontfassade des Käppeles angebracht. Alle Stationen sind aus weißem Zeiler Sandstein gefertigt.

Es drohte der Verfall der kunsthistorisch wertvollen Stationen. Um dem entgegenzuwirken, bildete sich eine engagierte Projektgruppe aus Zeiler Bürgern, Verwaltungsmitarbeitern und der zuständigen Pastoralreferentin. Aus vielen Ideen entwickelte sich unter Einbindung der Verantwortlichen aus dem Denkmalschutz ein schlüssiges Konzept. Als Projektträger konnte die Stadt Zeil gewonnen werden.

Oberste Priorität hatte die Sanierung aller Stationen. Um den Kreuzweg für alle Besucher erlebbar zu machen, musste auch der Weg selbst sowie das unmittelbare Umfeld der Stationen wiederhergestellt werden. Entlang des Pilgerweges und im Stadtgebiet wurden informativ gestaltete Stelen, Hinweistafeln und Wegweiser aufgestellt. Diese sollen die Öffentlichkeit, insbesondere Familien, Kinder und Touristen sowie interessierte Besucher über die Entstehung, die historische und religiöse Bedeutung und den Verlauf des Kreuzwegs informieren. Gleichzeitig wird Wissenswertes zu ökologisch wichtigen Themen dargestellt. QR-Codes bieten weiterführende Informationen und Kinder erleben den Kreuzweg interaktiv mit Actionbound, Videos und Grafiken. An geeigneten Stellen laden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. So wurde der Kreuzweg nicht nur zu einem spirituellen Pfad, sondern auch zu einem Ort der Erholung und Reflexion inmitten der Natur.

Feierlich eröffnet wurde der Erlebnis-Kreuzweg Zeil a.Main im April 2026 unter Beteiligung von Bischof Dr. Franz Jung aus Würzburg. Durch die Segnung des Kreuzwegs drückte er nach eigener Aussage auch seine Wertschätzung für den Einsatz der Zeiler Bürger aus. „Engagierte Bürger und die Stadt Zeil haben beschlossen, dass sie dieses religiöse und kulturelle Erbe erhalten wollen“, würdigte Bischof Jung das Engagement der Projektgruppe.

Für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Kreuzweges ist angestrebt, regelmäßig Begehungen zu organisieren. So soll das Interesse der Bevölkerung wachgehalten und die tiefe Verbundenheit der Zeiler Bürger mit dem historischen Kreuzweg gefestigt werden. An die nächste Generation soll der Kreuzweg so als lebendiges Kulturgut weitergegeben werden.

 

Ansprechpartnerin

Frau Susanne Wolfrum-Horn

09521/27-701

susanne.wolfrum-horn@hassberge.de