Soziale Dorfentwicklung Aidhausen

Soziale Dorfentwicklung Aidhausen

Förderbescheidübergabe: v.l. Landrat Wilhelm Schneider, Frau Christiane Fesel, Frau Karin Gadamer, Frau Susanne Wolfrum-Horn, Herr Bgm. Dieter Möhring, Frau Konstanze Goldbach, Bild: Ulrich Kind

Die Gemeinde Aidhausen mit rund 1900 Einwohnern und sechs Orten liegt im östlichen Landkreis Haßberge. Zur Förderung des Gemeinschaftssinns soll auf Wunsch der Gemeinde eine Anlauf- und Koordinationsstelle für die Bürger entstanden. Die Laufzeit des Projektes, das durch LEADER-Mittel unterstützt wird, beträgt drei Jahre.

Die im Bürgerbüro ansässige Koordinationsstelle „Soziale Dorfentwicklung Aidhausen“ trägt dazu bei, die Gemeinschaft in der Gemeinde zu stärken. Sie unterstützt den fortlaufenden Prozess und begleitet durch Netzwerkarbeit, Konzeptentwicklung und Förderung eines lebenswerten Miteinanders. Wichtig ist bei allen Aktivitäten die Motivation und Einbindung der Bürger.

Die Koordinatorin für das Projekt „Soziale Dorfentwicklung Aidhausen“ hat folgende Aufgaben:

  • Aufbau und Betrieb einer Koordinationsstelle
  • Entwicklung und Konzeption von sozialen und kulturellen Projekten
  • Förderung von Vernetzung, Kooperation und Austausch
  • Koordinierung und Unterstützung aktueller Projekte
  • Öffentlichkeitsarbeit

Ehrenamtliche, Bürgermeister und Gemeinderäte werden durch die Koordinationsstelle in ihrer Tätigkeit zur sozialen Entwicklung der Gemeinde unterstützt.

 
Ansprechpartnerin

Frau Susanne Wolfrum-Horn 

09521/27-701

susanne.wolfrum-horn@hassberge.de

Haus auf dem Zeilberg – Ort der Begegnung und Inklusion

Haus auf dem Zeilberg – Ort der Begegnung und Inklusion

Der Biergarten auf dem Zeilberg, ein beliebtes Ziel für Ausflügler und Vereine, konnte mittels LEADER-Förderung aufgewertet werden. Die Besonderheit des Biergartens liegt darin, dass psychisch belastete Menschen hier die Möglichkeit eines Zuverdienstes durch das Ausüben einfacher Tätigkeiten erhalten und gleichzeitig mit den Gästen in Kontakt treten können.

 

Der Projektträger, das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim e.V., hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit psychischen Erkrankungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und dauerhafte Hilfestellungen zu leisten. Bereits seit zehn Jahren existiert der Biergarten auf dem Zeilberg als Zuverdienstmöglichkeit für psychisch Kranke. Durch die eigenständige Beschäftigung erhalten sie die Möglichkeit ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Im Rahmen des LEADER-Projektes „Haus auf dem Zeilberg – Ort der Begegnung und Inklusion“ wurde der Biergarten nun aufgewertet und gleichzeitig wurden fünf neue Zuverdienstarbeitsplätze geschaffen. Der Abbau von Barrieren und Berührungsängsten sowie der offene Umgang mit psychischen Problemen stehen ebenso im Fokus wie die Inwertsetzung des bereits vorhandenen touristischen  Potenzials.

Der in unmittelbarer Nähe gelegene Stein-Erlebnispfad des Landkreises Haßberge erfährt durch die Gastronomie eine Aufwertung. Durch LEADER gefördert wurden im Projekt auch Außenspielgeräte beim Biergarten, was zu einer weiteren Steigerung der Familienfreundlichkeit des Biergartens beiträgt. Hinzu kommt die Förderung des barrierefreien Zugangs durch den ebenerdigen Ausbau des Gastraumes.

Durch die Vergrößerung des Gastraums können neue Zielgruppen, beispielsweise Schulklassen, weitere Vereine, angesprochen werden, für welche vielfältige Veranstaltungen und Projekte angeboten werden.

Umgesetzt wurden bis Ende 2019 folgende Maßnahmen:

  • Bauliche Erweiterung von Küche und Gastraum (erdgeschossiger, stufenloser Anbau, Ausstattung mit Mobiliar und Geräten)
  • Gestaltung eines Kinderspielplatzes (Waldhaus mit Höhlencharakter, Klettertrichter, Minihochseilgarten)
  • Eröffnungsaktion mit musikalischer Begleitung und Presse am 15. August 2019
  • Beschilderung und Erstellung von Anzeigen, Plakaten und Flyern
  • Veranstaltungen
  • Wanderungen und Exkursionen rund um den Zeilberg
  • Projekt Gartentherapie

Ansprechpartnerin

Frau Susanne Wolfrum-Horn 

09521/27-701

susanne.wolfrum-horn@hassberge.de

Kooperationsprojekt Einrichtung und pilothafter Betrieb der Fastnachtskademie

Kooperationsprojekt Einrichtung und pilothafter Betrieb der Fastnachtskademie

Der Fastnachtverband und seine Mitgliedsvereine, aber auch Vereine und Gruppierungen ohne Verbandszugehörigkeit,  sind  in  Franken  eine  breite  Basis  im  Bereich  Lebensqualität, (Dorf-) Gemeinschaft und regionale Identität. Insbesondere auch im ländlichen Raum sind sehr viele Bürgerinnen und Bürger in diesem Bereich ehrenamtlich engagiert. Vor allem in Zeiten des demographischen Wandels ist es wichtig, dass diese ehrenamtlichen Strukturen gestärkt werden. Das breit angelegte Kooperationsprojekt „Fastnachtakademie“ unterstützt FastnachterInnen in ganz Franken bei der zukunftsträchtigen Weiterentwicklung ihrer (Vereins-)arbeit.

 

Projektträgerschaft: Fastnacht-Verband Franken e. V.,  Veitshöchheim

Hintergrund

Fastnacht ist gelebter Brauch, der in vielen Orten eine hohe Bedeutung hat, der stets die Weitergabe von Traditionen an die Jugend und ehrenamtliches Engagement erfordert sowie sich an neue Entwicklungen anpassen muss (Vereinsrecht, Medienlandschaft etc.). Verantwortungsvolle Arbeit im Verein setzt die stete Auseinandersetzung mit entsprechenden Inhalten (z. B. Vereinsrecht) sowie eine permanente Förderung und Schulung von ehrenamtlich Tätigen voraus. Mit Anspruch der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der Angebote musste der Fastnacht-Verband Franken e. V. hierfür ein nachhaltiges Konzept entwickeln. Der Bau einer professionellen Fastnachtakademie im direkten Anschluss an das Deutsche Fastnachtmuseum in Kitzingen bildet hierfür die optimale Voraussetzung: Weiterhin können dezentrale Workshops, Seminare etc. durchgeführt werden, aber zusätzlich steht eine spezialisierte, professionelle Akademie zur Verfügung.

Im Rahmen seiner Ausbildungstätigkeit hat der Fastnacht-Verband Franken e.V. eine herausragende Stellung hinsichtlich der Schulung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Akademie und die späteren Schulungsmodule sind ein attraktives Angebot für die Faschingsvereine im Kitzinger Land, aber auch im gesamten fränkischen Raum. Auch die Pflege traditioneller Bräuche und die Weitergabe an die Jugendlichen sind wichtige Aspekte zur Sicherung der Lebensqualität und der regionalen Identität.

Am 10. März 2019 wurde das „Kulturzentrum Deutsche FastnachtAkademie“ offiziell in Kitzingen eröffnet.

Maßnahmen

Einrichtung der Fastnachtakademie

Die Einrichtung der Akademie umfasst insbesondere eine umfangreiche Position für den Bereich Medientechnik, um in diesem heutzutage relevanten Themenfeld auf dem neuesten Stand schulen zu können.

Aufbau und pilothafter Betrieb der Akademie durch ein Projektmanagement

Um die Schulungstätigkeit der Fastnachtakademie aufzubauen (zentral wie dezentral), die beteiligten Vereine und Regionen zu vernetzen, Forschungsprojekte zu begleiten und als Beratungsstelle zu fungieren, wurde ein Projektmanagement einzusetzen, als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle. Hinzu kommen erste Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und zum Netzwerkaufbau.

Erste Öffentlichkeitsarbeit

Erarbeitung eines Konzeptes, Begleitung und Umsetzung der ersten Maßnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Aufbau der Pressearbeit. Die offizielle Homepage des Kulturzentrums Deutsche FastnachtAkademie finden sie hier.

Vorteile des Kooperationsprojekts für die Vereine und beteiligten Regionen 

Das neu zu entwickelnde Schulungsangebot sowie die neuen Räume der Fastnachtakademie stellen für alle fränkischen Vereine eine starke Verbesserung und Professionalisierung der Weiterbildungsmöglichkeiten dar. Insbesondere die Einrichtung von an die speziellen Bedürfnisse der Fastnachtsvereine angepassten Räumen wirkt sich hier positiv aus, darüber hinaus stellt die Akademie aber auch eine entsprechenden Infrastruktur und Betreuung in einem attraktiven „fast- nächtlichen“ Umfeld zur Verfügung.

 

Ansprechpartnerin
Frau Veronika Jägler

09521/27-676

veronika.jaegler@hassberge.de

Unterstützung Bürgerengagement

Unterstützung Bürgerengagement

Im Rahmen des Projektes „Unterstützung Bürgerengagement“ können nicht wettbewerbsrelevante Maßnahmen lokaler Akteure unterstützt werden. Nach Aufrufen der LAG können Projektideen eingereicht werden, die in die Entwicklungsziele der lokalen Entwicklungsstrategie eingeordnet werden können. In den Regelungen der LAG Haßberge zur „Unterstützung Bürgerengagement“ ist festgelegt, wie die Fördermittelvergabe erfolgt.

Die lokalen Akteure können mit einer Maximalsumme von 2.500 Euro unterstützt werden. Insgesamt stehen pro LAG in der aktuellen Förderperiode 40.000 Euro LEADER-Fördermittel zur Verfügung, die durch Eigenmittel der LAG Haßberge ergänzt werden.

In einem ersten Durchgang wurden 2016 20.000 Euro beantragt und genehmigt und durch 6.450 Euro der LAG Haßberge e. V. ergänzt. Insgesamt standen so 26.450 Euro für Kleinstprojekte zur Verfügung.

Im zweiten Durchgang wurden weitere 20.000 Euro beantragt, die mit maximal 10.000 Euro der LAG ergänzt werden. Insgesamt sind dies maximal 30.000 Euro.

In den Regelungen der LAG Haßberge zur „Unterstützung Bürgerengagement“ ist festgelegt, dass im halbjährigen Turnus vier Aufrufe zur Einreichung für Maßnahmenideen stattfinden, die sich an den Entwicklungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie ausrichten. Sollte nach vier Aufrufen noch Mittel vorhanden sein, folgt ein fünfter Aufruf.

•             Aufruf 1: Wirtschaft und Bildung

•             Aufruf 2: Demografie

•             Aufruf 3: Kultur und Tourismus

•             Aufruf 4: Energie und Landentwicklung

•             Aufruf 5: Allgemein

Pro Aufruf werden die eingereichten Einzelmaßnahmen anhand einer Checkliste mit Auswahlkriterien bewertet. Vier ausgewählte Maßnahmen werden je Aufruf unterstützt mit gestaffelten Beträgen (600, 1.000, 1.500 und 2.500 Euro).

1. Förderaufruf zum Entwicklungsziel „Wirtschaft und Bildung“

In einem ersten Aufruf konnten bis Mai 2017 Ideen für Kleinstprojekte von lokalen Akteuren eingereicht werden, die dem Entwicklungsziel „Wirtschaft und Bildung“ zuzuordnen sind. Insgesamt sechs eingegangene Projektideen wurden anhand von Checklisten bewertet. Die ersten vier in der Rangfolge erhalten eine finanzielle Unterstützung:

Rang

Projekttitel

Finanzielle Unterstützung

1

Café Diwan

2.000,00 €

1

Bildungskonferenz Übergang Schule-Beruf

2.000,00 €

3

Mitmachlesen für Kinder ab drei Jahren

800,00 €

3

Vorstellung des historischen Kinderstadtführers für Zeil

800,00 €

2. Förderaufruf zum Entwicklungsziel „Demografie“

Im zweiten Aufruf konnten bis Dezember 2017 Ideen für Kleinstprojekte, die dem Entwicklungsziel „Demografie“zuzuordnen sind, eingereicht werden. Sieben Projektideen gingen fristgerecht ein, allerdings wurden drei wieder zurück gezogen. Die verbleibenden vier Projekte wurden anhand von Checklisten bewertet und eine Rangfolge ermittelt:

Rang

Projekttitel

Finanzielle Unterstützung

1

Musik-Wettbewerb Haßberge

2.500,00 €

2

GESUND und LECKER unterwegs

1.500,00 €

3

Informationsblog „Bündnis für Familien und Senioren

1.000,00 €

4

Fortbildung Ehrenamtlicher

600,00 €

3. Förderaufruf zum Entwicklungsziel „Kultur und Tourismus“

Auf den 3. Förderaufruf bezüglich des Projektes „Unterstützung Bürgerengagement“ zum Entwicklungsziel „Kultur und Tourismus“ sind insgesamt elf Anträge eingegangen. Vier Anträge erfüllen die Förderkriterien nicht. Das LAG-Management hat nach den vorgegebenen Auswahlkriterien die verbliebenen Maßnahmen bewertet und eine Rangfolge ermittelt. Nach den Regelungen der der LAG können folgende Einzelmaßnahmen gefördert werden.

Rang

Projekttitel

Finanzielle Unterstützung

1

Poetengarten Friedrich Rückert mit Kultur- und Denkmalführer für den Anlagenring Ebern

2.500,00 €

2

Nachhaltige Entwicklung und touristische Aufwertung in Burgpreppach und Ermershausen

1.500,00 €

3

Landjudentum

1.000,00 €

4

Wir Musizieren gemeinsam

600,00 €

4. Förderaufruf zum Entwicklungsziel „Energie und Landentwicklung“

Projektideen zur Unterstützung des Entwicklungsziels „Energie und Landentwicklung“ konnten bis November 2018 eingereicht werden. Aus insgesamt fünf eingereichten Projektideen wurden vier ausgewählt:

Rang

Projekttitel

Finanzielle Unterstützung

1

Heimische Gartenkultur öffentlichkeitswirksam gestalten

2.500 €

2

Beschilderung für den Lehr-Streuobstpfad im ehemaligen Standortübungsplatz Ebern

1.500 €

3

Vorbildhafte Revitalisierung ehemaliger Leerstandsobjekte im Hofheimer Land

  800 €

3

Renovierungsarbeiten am Backhaus Hellingen

  800 €

5. Allgemein

Förderaufruf zu allen vier Entwicklungszielen

Projektideen zur Unterstützung des Entwicklungsziels „Energie und Landentwicklung“ konnten bis November 2018 eingereicht werden. Aus insgesamt fünf eingereichten Projektideen wurden vier ausgewählt:

Projektideen zum fünften Aufruf konnten bis 31.05.2020 eingereicht werden. Alle vier eingereichten Einzelmaßnahmen können nach den Regelungen der LAG gefördert werden.

Rang

Projekttitel

Finanzielle Unterstützung

1

Alte Dorfquelle Kottendorf

2.500 €

2

Fahrradreparaturanlage Geusfeld

1.500 €

3

Blüh-Karawane

1.000 €

4

Haßfurt zum Anbeißen

600 €

Ansprechpartnerin

Frau Susanne Wolfrum-Horn 

09521/27-701

susanne.wolfrum-horn@hassberge.de

Kommunalbrau- und Backhaus Rügheim

Kommunalbrau- und Backhaus Rügheim

Im Rahmen der Städtebauförderung wurde das alte Kommunalbrau- und Backhaus in Rügheim saniert. Der Brauverein Hofheimer Land hat sich zum Ziel gesetzt das länger leerstehende Gebäude wieder als Brauhaus zu nutzen und die Dorfgemeinschaft um ein generationenübergreifendes Projekt zu bereichern. Mit Hilfe der LEADER-Förderung konnte eine neue Brauanlage in dem sanierten Gebäude installiert werden.

Die historische Brauanlage des Kommunalbrauhauses Rügheim wurde bereits vor vielen Jahren an das Freilichtmuseum Fladungen verkauft und steht nicht mehr zur Verfügung. Im Zuge des LEADER-Projekts wurde nach Sanierung des Gebäudes mit Mitteln der Städtebauförderung eine neue Brauanlage angeschafft und installiert.

Neben der Brauanlage wurde zudem ein Holzbackofen errichtet, so dass eine weitere traditionelle Handwerkskunst gepflegt werden kann. Das Projekt soll die Bedeutung der traditionellen Handwerkskunst des Brauens und Backens der breiten Öffentlichkeit darstellen und so ein Stück Kultur im Landkreis weiterleben lassen. Besonders wichtig dabei ist die Kooperation mit den örtlichen Bäckereien sowie den Brauereien und bestehenden Kommunalbrauvereinen der Region.

Das Brauhaus in Rügheim wurde zudem das neue Zentrum der elf im Landkreis Haßberge beheimateten Kommunalbrauvereine. Durch Multiplikatorenschulungen, Veranstaltungen und Vorträge sowie „Schaubrauen“ und gemeinsames Backen soll hier ein Zentrum der Brau- und Backkultur im Landkreis entstehen, das allen Interessierten offensteht.

Im Rahmen eines Festes am Samstag, den 20. Juli 2019 wurde das Kommunalbrau- und Backhaus Rügheim feierlich mit einer Segnung eröffnet. 3000 Liter Bier standen hierbei für die Gäste bereit.

Ansprechpartnerin

Frau Susanne Wolfrum-Horn 

09521/27-701

susanne.wolfrum-horn@hassberge.de